»pigment«

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Was kommt dabei heraus, wenn man Lettering mit chromatischen Schriften paart?

Eine Schauschrift von ausgesprochener Extravaganz. Die »Pigment« ist erstaunlich benutzerfreundlich. Obwohl sie mit farblichen Überlappungen arbeitet und dadurch einen Mehrwert in Form und Farbe schafft, passiert das alles lediglich in einem Textfeld. Der Anwender braucht nur Schrifgröße, Menge der Farben und natürlich die Farben selbst anzupassen. Den Rest erzeugt die Schrift durch ihre Intelligenz. Das Kopieren, Einfügen und Ausrichten der Farbebenen entfällt völlig, auch bei Textänderungen.

Hierfür verfügt sie über mehr als 600 Buchstaben, die alle jeweils auf ihren speziellen Vorgänger zugeschnitten sind. Das Prinzip von chromatischen Schriften und dem Überdrucken von Farben macht die »Pigment« nicht nur zu einem Exoten (was Attraktion hervorruft), sondern ermöglicht überhaupt erst die Verbindungsschaffung wie sie mit Ligaturen so nicht möglich wäre.

Jedes Wort der sich nicht ernstnehmenden »Pigment« weist eine fast logohafte, individuelle Dynamik auf und so eignet sie sich vor allem für eskapistische, kulturelle oder unseriöse Anwendungen. Sie mag serielle Gestaltung mit variierenden Farbcodes wobei der Formale Aufbau der Schrift die Serienzugehörigkeit zum Ausdruck bringt. Durch den Rhythmus, das Fließen und Verzahnen öffnet sie Analogien zur Musik, vor allem dem Jazz.

Die »Pigment« ist ein prototypischer Entwurf und Ergebnis meiner Bachelorarbeit im Studiengang Kommunikationsdesign an der HTW Berlin. Betreuende Mentoren: Jürgen Huber, Malte Herok, Gisela Matthes.